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Nachrichtendienst

Geschrieben von Becki.

Sowohl die Kommunikation von Feuerwehrkräften untereinander als auch die Verbindung verschiedener Organisationen ist im Notfall von sehr hoher Bedeutung. Der Informations- und Datenaustausch ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig geworden und kann den Einsatzerfolg maßgeblich beeinflussen. Daher ist eine profunde Ausbildung und eine sehr gute Ausrüstung im Bereich des Nachrichtenwesens unerlässlich.

Die Ausbildung und Festigung des erworbenen Wissens erfolgt auf mehreren Ebenen: die Grundausbildung wird in der jeweiligen Feuerwehr durch die Sachbearbeiter Nachrichtendienst durchgeführt. Dabei erlernen Kameradinnen und Kameraden das Handwerkszeug zur Bedienung von Funkgeräten und das richtige Verhalten beim Aufnehmen und Absetzen von Nachrichten. Die zweite Ebene wird in Form von Kursen der NÖ Landesfeuerwehrschule durchgeführt. Dabei werden den Interessierten im Modul "Funk" höhere Aufgaben im Einsatzfall näher gebracht. Besonderer Wert wird auf das effiziente und richtige Arbeiten in der Einsatzleitung gelegt, weil die Anforderungen an diese Tätigkeit sehr vielfältig sind. Sie reichen von der Einsatzdokumentation über Lotsendienste hin bis zur Alarmierung von Sonderkräften. Diese Module werden mehrmals pro Jahr von unserem Lehrbeauftragten-Team im Bezirk veranstaltet. Als dritte Ebene kann die Festigung des erworbenen Wissens im Rahmen des Funk-Leistungsbewerbes angesehen werden. Dabei müssen die Teilnehmer den Prüfungsteams an der Landesfeuerwehrschule in 6 verschiedenen Disziplinen beweisen, dass sie alle Gebiete des Nachrichtenwesens beherrschen. Damit unsere Kameradinnen und Kameraden diese Anforderungen sicher meistern veranstalten unsere Lehrbeauftragten vor dem Bewerb viele Trainingsabende, bei denen alle Disziplinen nochmal geübt und gefestigt werden.

Im Bereich der Funktechnik stehen die Feuerwehren vor einer großen Herausforderung: die Umstellung auf den Digitalfunk. Auch in Österreich haben sich die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben dazu entschlossen, das neue Funksystem einzuführen, weil es wesentliche Vereinfachungen in der Zusammenarbeit aller Beteiligten bringt, viel höhere Qualität aufweist und viele Funktionen bietet, die beim analogen System unmöglich waren. Die NÖ Feuerwehren sind im Juli 2005 dem Digitalfunk BOS Austria beigetreten und seitdem wurde der Netzausbau durchgeführt. Mittlerweile sind alle Bezirke ausgebaut und in Betrieb. Alle Feuerwehren haben eine Grundausrüstung an Geräten erhalten, die gänzliche Umstellung auf Digitalfunk wird aber bis zum Auslaufen der "alten" Geräte dauern.

Auch die Alarmierung der Feuerwehrkräfte wird in naher Zukunft auf ein digitales System umgestellt. Die Anpassung und Erneuerung der Funkanlagen erfordert zwar hohe Investitionen, aber die technischen Vorteile und die langfristige Kostenersparnis überwiegen diesen Nachteil.

Die Aufgaben der Sachbearbeiter Nachrichtendienst sind daher sehr vielfältig. Sie sind zum einen für die Durchführung und Kontrolle der Ausbildung in den Feuerwehren zuständig, müssen die Gerätschaften in den Wehren in Ordnung halten und bereiten die interessierten Kameradinnen und Kameraden in der Wehr auf die Leistungsprüfung vor. Das Team der Sachbearbeiter im Bezirk gibt dazu alle nötigen Hilfestellungen und hat auch die Kontrolle des Ausbildungsstandes im Rahmen von übergeordneten Übungen durchzuführen. Informationen über technische Neuerungen und Änderungen in der Funkordnung werden ebenfalls von den Sachbearbeitern im Bezirk an die einzelnen Feuerwehren weiter gegeben.

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